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Tommi Kindersoftwarepreis
Mathica (Heureka - Klett)

An Mathematik scheiden sich die Geister. Schon immer. Bislang gibt es zu diesem Thema nur reine Practice- und Drill-Programme. Also stramme Trainer ohne großen Spielspaß, die immer wieder abfragen. Seit "Opera Fatal" und "Physikus" begeistern die Lernadventures von Heureka Klett Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Die Jury erkannte dem Programm "Mathica" den 3. Platz zu.

Das sagt die Jury: Mathematik kann eben doch Spaß machen, vor allem wenn die Aufgaben so geschickt in eine perfide Rahmenhandlung gestrickt wurden. Im Gewand eines echten Adventures kommt dieses Spiel daher. Während Adventures sonst krude Rätsel anbieten, fallen die Puzzles hier in Zahlenspielereien aus. Der Spieler merkt kaum, dass er rechnet. Er denkt: Er spielt. Besonders faszinierend dabei ist, dass nicht nur die Lösung, sondern auch die Aufgabenstellung in den Rätseln selbst gefunden werden muss. Die Story beginnt in Numberville, einer Stadt voller Rätsel und Zahlen. Nur wenige Türen öffnen sich ohne Codes und Zahlen, selbst die Automaten spucken nur Schokolade aus, wenn die Zahlenkombination stimmt. Schon nach wenigen Minuten sind Kinder und Jugendliche fasziniert. Um das Spiel in seiner Lösung voranzubringen, taucht der Spieler in das entsprechende Wissensgebiet ein: Zahlenphänomene, Kombinatorik, Geometrie, Wahrscheinlichkeiten und vieles mehr.
"Mathica" überzeugt in erster Linie durch Tiefgang, Fachkenntnis und eine atemberaubende Grafik.
Neben der außergewöhnlichen Vermittlung mathematischen Wissens stand noch ein weiterer Punkt im Vordergrund: Die meisten Verlage zielen in ihrer Produktion auf Vorschule und Grundschule ab. Sind die Kids aber erst mal im Teenie-Alter, stehen sie so ziemlich allein. Prügel- und Ballerspiele locken schon, Lernen findet vor allem als Pauken statt. Einen spielerischen Lernanreiz gibt es allerdings nur selten. Heureka Klett schließt mit den Lernadventures hier eine wichtige Lücke.


03.06.14