Login für registrierte Nutzer

Tommi Kindersoftwarepreis
Bertram Küster - Bild.de


"Faszinierend ist es, an nur einem Abend ein General, ein Rockstar und Guybrush Threepwood zu sein. Wenn ein Spiel wirklich gut ist, gelingt es ihm aber, dass ich den ganzen Abend nur das eine sein will."

Ihr erstes Computerspiel?
Das war tatsächlich Pong. Meine Großmutter hatte Mitte der Siebziger Jahre eine Konsole bei einer Tombola gewonnen. Schade, dass das Gerät irgendwann verloren ging.

Wie war Ihr Eindruck? Wie hat Sie das geprägt?
Dass man hier die Vorgänge auf dem Fernseher aktiv beeinflussen kann, fand ich sofort unglaublich spannend. Aber erst die vielen Besuche in italienischen Spielhallen und später das Atari VCS 2600 und der C64 haben Spiele zu meinem Hobby Nummer eins gemacht.

Welchen Anteil nehmen Computer- und Konsolenspiele heute in Ihrem Leben ein?
Viele Spiele, die ich als Redakteur in die Hände bekomme, zocke ich auch abends privat noch weiter. Leider hat der Tag nur 24 Stunden. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal ein schönes Rollenspiel wirklich durchgespielt habe.

Worin besteht zum einen Ihrer Meinung nach die Faszination, zum anderen die Qualität eines Spiels?
Faszinierend ist es, an nur einem Abend ein General, ein Rockstar und Guybrush Threepwood zu sein. Wenn ein Spiel wirklich gut ist, gelingt es ihm aber, dass ich den ganzen Abend nur das eine sein will.

Was möchten Sie Eltern zu diesem Thema auf den Weg geben?
Hinsehen, mitspielen - und auf keinen Fall die Kinder mit ihrem Hobby allein lassen.

Was raten Sie Kindern im Umgang mit Games?
Spielt nicht zu oft und wenn möglich nicht alleine. Zusammen mit Freunden machen die Games noch mal so viel Spaß. Und: Videospiele sind nicht alles. Wie wäre es mal wieder mit einem guten Buch?

Welches Spiel müsste noch erfunden werden?
Spiele, die mich mit gut recherchierten, historischen Ereignissen konfrontieren - und dabei ebenso gut unterhalten wie die großen Top-Games.

24.09.13