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Tommi Kindersoftwarepreis
jugendschutz.net

"Ein zeitgemäßer Kinder- und Jugendschutz bedeutet aus unserer Sicht, Kindern nicht die Chancen zu verwehren, die die digitale Welt bietet. Anbieter sollten jedoch immer auch die besonderen Schutzbedürfnisse von Kindern mitdenken."

Sie sind Partner des Kindersoftwarepreises TOMMI. Bitte stellen Sie Ihre Institution in wenigen Worten vor.

Julia Fastner (jugendschutz.net): jugendschutz.net ist das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet. Mit unserer Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Medien. Zum Beispiel recherchieren wir Gefahren und Risiken in jugend- und kinderaffinen Diensten – aber auch Chancen, die das Netz bietet. Wir drängen Anbieter dazu, den Jugendschutz einzuhalten und Angebote entsprechend zu gestalten, zu ändern, zu löschen oder unzugänglich zu machen.

Warum engagiert sich jugendschutz.net beim TOMMI?

Eltern möchten ihrem Kind nur das Beste mit auf den Weg geben – auch wenn es um die Mediennutzung geht. Dabei sind aber viele von der Fülle an Angeboten schlichtweg überfordert – vor allem auch deshalb, weil sich darunter viele befinden, die den Kinderschutz nicht ausreichend mitdenken. Damit Kinder sich mit Smartphone und im digitalen Kinderzimmer sicher bewegen können, wollen wir auch Eltern ausreichend unterstützen. Auszeichnungen wie der TOMMI machen gute und sichere Angebote publik und helfen somit Eltern bei der Auswahl geeigneter Apps und Spielzeuge. Hierbei beteiligt sich jugendschutz.net gerne, denn die Aufgabe, Kindern eine sichere und faire Mediennutzung zu gewährleisten, kann am besten bewältigt werden, wenn so viele Akteure wie möglich an einem Strang ziehen.

Beschreiben Sie die „Brille“, durch die Sie Apps und elektronisches Spielzeug betrachten.

Ein zeitgemäßer Kinder- und Jugendschutz bedeutet aus unserer Sicht, Kindern nicht die Chancen zu verwehren, die die digitale Welt bietet. Anbieter sollten jedoch immer auch die besonderen Schutzbedürfnisse von Kindern mitdenken. Also steht bei uns der Jugendschutz natürlich klar im Fokus: Welche Risiken für Kinder sind mit dem Spielzeug oder der App verbunden? Sind die Inhalte für Kinder unbedenklich? Gibt es (ungeeignete) Werbung oder Kostenfallen? Weil in digitalen Angeboten andere Risikobereiche Hand in Hand mit dem Jugendschutz gehen, betrachten wir aber auch den Daten- und Verbraucherschutz. Sind die Kinderdaten ausreichend geschützt? Werden Eltern ausreichend informiert? Zu guter Letzt darf natürlich auch der Spielspaß nicht zu kurz kommen. 

Was würden Sie Eltern allgemein zum Thema empfehlen?

Das Wichtigste ist, das Kind zu begleiten. Es empfiehlt sich beispielsweise nicht, Kindern einfach ein Tablet oder Spielzeug in die Hand zu drücken und es damit alleine zu lassen. Kinder lernen zwar schnell die Bedienung von Tablet, Smartphone oder elektronischem Spielzeug, Medienkompetenz bringen gerade die jüngeren Kinder aber deshalb nicht automatisch mit. 

Eltern sollten Spiele und Spielzeug sorgfältig auswählen. Um bei der riesigen Auswahl geeignete Angebote zu finden, vertrauen Eltern am besten auf Empfehlungsdienste und Auszeichnungen. Schauen Sie sich z.B. bei den TOMMI-Preisträgern um oder suchen Sie eine kindgerechte App unter app-tipps.net.

Die meisten mobilen Geräte haben außerdem eingebaute Sicherungsmöglichkeiten in den Systemeinstellungen oder in den Stores, die sich leicht aktivieren lassen. Anleitungen finden Eltern unter surfen-ohne-risiko.net/mobil.


04.06.17


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